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Hotelgeschichte

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Hotelgeschichte Bayrisches Haus Potsdam

Potsdam kann auf eine 300-jährige bau- und garten-künstlerische Architektur zurückblicken, es ist ein architektonisches Kleinod. Geprägt von großen Architekten wie Knobelsdorff, Schinkel, Persius und Hesse, bietet Potsdam eine unglaubliche Vielfalt einmalig schöner historischer Gebäude, eingebettet in herrliche Gärten und Landschaften, geschaffen von einem der bedeutendsten Landschaftsarchitekten, Peter Josef Lenné.
Das zwischen 1745 und 1748 entstandene Schloss Sanssouci mit seinen Weinberg-Terrassen ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Potsdams und zieht jährlich Millionen Besucher an. »Sanssouci, Traum aus dem Sand« nannte Eberhard Cyran seinen großen Roman über die königliche Idee Friedrichs II (der Große) »von einem Schlösschen über einem gläsernen Weinberg«. Was er begann, führten seine Nachfolger weiter. Durch eineinhalb Jahrhunderte wuchsen Schlösser und Tempel, Brunnen und Gärten zu dem Gesamtkunstwerk Sanssouci. Im Park von Sanssouci befindet sich auch das »Neue Palais« mit seinen gegenüberliegenden Communs (1763–1767 vom Architekten von Gontard erbaut). Die Communs dienten früher als Küche und Wohnungen für die Dienerschaft und bieten heute eine traumhafte Kulisse für Open-Air-Konzerte, wie z.B. konzertante Opern mit Feuerwerk.
Schlendert man weiter durch die wunderschönen Parkanlagen von Sanssouci, so gelangt man zur Friedenskirche, zwischen 1845 und 1848 von Friedrich Wilhelm IV erbaut. In seinem Testament hatte er bestimmt: »Meine Ruhestätte soll die Friedenskirche sein, und zwar vor den Stufen, die zu dem heiligen Tische führen, so, dass einst die Königin zu meiner Rechten ruht«

Potsdam, die Preußen und das „Bayrische Haus“

Friedrich Wilhelm IV, der Romantiker und Architekt auf dem Preußenthron, liebte Italien, unternahm zahlreiche Reisen dorthin und ließ sich von der italienischen Architektur beeinflussen. Persius, der »Architekt des Königs« schuf im Auftrag Friedrich Wilhelms eine Vielzahl von Bauwerken im italienischen Stil – so auch die Alte Försterei am Rande des Wildparks.

Friedrich Wilhelm IV heiratete im Jahre 1823 Elisabeth von Bayern, eine Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. Elise, wie Sie im Familienkreise genannt wurde, traf im Sommer 1819 auf den Kronprinzen Friedrich Wilhelm. Es war Liebe auf den ersten Blick. Es gab nur einen kleine Schönheitsfehler: Elisabeth war katholisch. Diese Tatsache bereitete den beiden königlichen Familien einiges Kopfzerbrechen. Man einigte sich schließlich auf eine Trauung nach katholischem Ritus per Prokuration in München und zwei Wochen später nach protestantischem Ritus in Berlin.

Das junge Paar bezog eine Wohnung im Berliner Schloss und Elisabeth bemühte sich, im protestantischen Preußen heimisch zu werden. Doch so ganz gelang es ihr nie, sie vermisste das schöne Bayern mit seinen sanften Landschaften. So besuchte sie häufig ihre bayerische Heimat, was die Berliner ihr übel nahmen. Auch hatte die eher stille und bescheidene Elisabeth darunter zu leiden, dass man sie mit ihrer überaus beliebten, lebenslustigen, leider zu früh verstorbenen Schwiegermutter, Königin Luise, verglich. Hinzu kam die Kinderlosigkeit, die sie sehr belastete. Aber auch ihr starkes soziales und karitatives Engagement vermochte nicht, sie dem Volk näher zu bringen. So verwundert es nicht, dass »Elise« wie sie auch zärtlich von ihrem Gatten genannt wurde, sich in Preußen nicht besonders wohl fühlte und ihr Heimweh nach Bayern im Laufe der Jahre eher zunahm.

Als Elisabeth 1847 an einer Lungenentzündung erkrankte, fuhr sie nach Bad Ischl, um diese auszukurieren. Nach ihrer Rückkehr im November, pünktlich zu ihrem Geburtstag, erwartete sie eine große Überraschung. Friedrich Wilhelm hatte für sie im Wildpark in nur sechs Wochen ein »Bayrisches Häuschen«, gebaut. Baumeister war der Architekt Ludwig Ferdinand Hesse. Elisabeth liebte den Wildpark, erinnerte er sie doch an ihre bayerische Heimat. Selbst Gämsen hatte Friedrich Wilhelm aus Bayern bringen lassen, damit das Ganze noch authentischer wirken sollte. Elisabeth war überglücklich und verbrachte fortan viel Zeit im Potsdamer Wildpark. Hier empfing das Königspaar gekrönte Häupter und Gäste, und so manches elegante Fest wurde dort gefeiert.

Nach dem Tod des Königspaares geriet das Bayrische Haus ein wenig in Vergessenheit. In den zwanziger Jahren wurde es als Ausflugsgaststätte genutzt und wurde später zum »Forstarbeiterheim« umfunktioniert.

Bayrisches Haus nach der Wende

Nach der Wende 1990 wurde es zum Hotel umgebaut, bereits 10 Jahre später nochmals aufwändig saniert und im Juli 2001 als elegantes Fünf-Sterne-Hotel neu eröffnet, im November 2003 wurde das Bayrische Haus in den Kreis von »Relais & Chateaux« aufgenommen.

Gelegen inmitten des romantischen Potsdamer Wildparks, fernab vom Straßenlärm und nur 10 Minuten vom Park von Sanssouci entfernt, beherbergt die königliche Unterkunft heute 41 Zimmer und Suiten von zeitloser Eleganz sowie das Sterne Restaurant »Friedrich Wilhelm« (1 Michelin Stern). Die gute Küche, ein bestens sortierter Weinkeller, exklusiver Service, sowie freundliches und umsichtiges Personal, tragen zu Ihrem Wohlbefinden bei. Ein großzügiger Spa-Bereich lädt zu Ruhe und Entspannung ein. Kosmetik, Massagen und ein vielfältiges Wellnessangebot runden das Entspannungsprogramm ab. Elegante Tagungs- und Banketträume bieten den idealen Rahmen für Konferenzen, Klausurtagungen, festliche Veranstaltungen, Familienfeiern und Hochzeiten.

Für Spontan- und Kurzzeit-Urlauber bietet das Hotel eine Vielzahl an Arrangements für die verschiedensten Interessen. Gerne entwickeln die Mitarbeiter für Sie auch ein individuelles Potsdam-Kultur-Programm. Das Bayrische Haus ist der ideale Ausgangspunkt für Besichtigungsprogramme, ob Sanssouci, Marmorpalais oder Schloss Caputh.

Was Potsdam sonst noch zu bieten hat? Besuchen Sie im Juni die Musikfestspiele »Potsdam-Sanssouci« und im August die berühmte »Potsdamer Schlössernacht«. Mit der »Winteroper« im Schlosstheater Friedrichs des Großen erleben Sie ein besonderes Highlight. Die Arrangements dazu finden Sie im Programm des Relais & Châteaux Hotels Bayrisches Haus.

Übrigens: Kein Geringerer als Friedrich Wilhelm IV schrieb »Bayrisches Haus« und nicht Bayerisches Haus. Echte Bayern vermuten dahinter eine kleine preußische Spitze…

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